· 

Vorbereitungswochenende auf der Wewelsburg

 

Auf der Wewelsburg ging es dann, um unsere Möglichkeiten und Verpflichtungen im Ausland. Wir hatten alle ein Rhetorikseminar, um optimal darauf vorbereitet zu sein vor dem Club Vorträge über uns, Deutschland und Anderes zu halten. Außerdem besprachen wir in spezifischen Ländergruppen besondere Probleme und Herausforderungen in dem entsprechenden Land. In meiner Gruppe sprachen wir besonders intensiv über Kriminalität in Ecuador und wie man sich verhalten muss, um Überfälle zu verhindern oder um bei einem Überfall mit gesunden Knochen davon zu kommen. Wichtige Regeln sind zum Beispiel: möglichst wenig Schmuck oder erkennbar wertvolle Sachen mit sich führen und tragen. Das Handy möglichst in der Tasche lassen beziehungsweise sogar noch besser irgendwo am Körper in Innentaschen verstauen genauso wie mit anderen Wertgegenständen und Geld. Im Notfall lieber die Wertsachen abgeben und sich auf keinen Fall wehren. Das macht einem schon ein bisschen Angst.

 

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits seit einigen Tagen Kontakt zu meiner ersten Gastfamilie und meine Gastmama Rosy versichert mir, dass sie gut auf mich aufpassen würden.

 

Wir lernten verschiedene Verhaltensregeln und wie man sich möglichst gut präsentiert und sich dankbar für die Gastfreundschaft zeigt. Ein weiteres Thema wann dann das Notfallmanagement, welches sehr wichtig ist, wenn doch mal Probleme auftauchen. Das gibt einem zusätzlich nochmal ein sicheres Gefühl, da man so immer einen Ansprechpartner im Notfall hat, selbst wenn alles Stricke vor Ort reißen.

 

Neben diesen Rotarythemen gab es noch eine kurze und interessante Führung durch das dortige Museum, da die Burg eine wichtige Rolle in Zeiten des Nationalsozialismus Inne hatte. Das diente zudem dem Zweck uns für schwierige Themen zu sensibilisieren, die zwangsläufig irgendwann im Laufe des Jahres aufkommen werden.

 

Durch die zwei Übernachtungen vor Ort und die unzähligen Gruppenspiele, wie zum Beispiel das Werwolfspiel, schaffte das Wochenende die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen und sich dann auch während des Austausches miteinander in Verbindung setzen zu können. Fast alle sind nun in einer WhatsApp-Gruppe und auch auf Instagram sind die Meisten untereinander vernetzt. So kann man sehen wie es den anderen gerade geht und dass man einige Probleme vielleicht nicht allein hat.

 

Anders als bei vielen Schulausflügen hat Rotary es geschafft das Wochenende gut zu organisieren, denn neben den Pflichtthemen und dem Rhetorikseminar wurde ein gutes Rundumprogram geboten. Nicht zu vergessen ist auch die gute Versorgung mit Getränken und Essen. Durch die Zimmereinteilung, die oft den Zielländern entsprechend war, konnte man so die wichtigsten Kontakte knüpfen, da man diese Personen dann ja auch während des Auslandsjahres durchaus wiedersah.

 

Die Vorbereitung war meiner Meinung nach durchaus sinnvoll und hat mich weitergebracht und einige zuvor ungeklärte Fragen beantwortet. Nun hieß es auf die Gurantee Form (GF) zu warten und dann das Visum zu beantragen und den Flug zu buchen.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0