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Anmeldung in der Schule

 

Heute musste ich wieder früh aufstehen, da ich mich in der Schule angemeldet habe. Am Vorabend hat Rosy mir von Fáti ein T-Shirt und den Pullover der Schuluniform gegeben, mit denen ich zunächst Passfotos machen war. Dann sind wir zur Schule gefahren und mussten Unmengen an Papierkram ausfüllen, zumal einige Sachen sehr kompliziert waren. Ich habe zum Beispiel keinen zweiten Familiennamen, aber das System wollte ohne nicht weiter machen. Jetzt heiße ich also mit Nachnamen Cappellacci Maldonado und habe zumindest in der Schule damit den Namen meiner ersten Gastfamilie angenommen. Nachdem wir das endlich alles geregelt hatten, saßen wir schon im Auto, als wir meine zweite Gastfamilie auf dem Parkplatz trafen. Also stiegen wir nochmal aus und redeten noch kurz miteinander. Die zweite Austauschschülerin war nicht dabei, aber meine kleine Gastschwester, die ebenfalls aufs CEC (die Schule) geht.

 

Anschließend fuhren wir in die Stadt und während Rafa noch etwas in der Bank erledigte, aßen Fáti und ich zusammen einen super leckeren Cheeseburger. Danach ging es noch zu Rafas Eltern. Dort gab es noch einmal Mittagessen. Diesmal hat mir die Suppe nicht so gut geschmeckt und das Fleisch im Hauptgang war furchtbar zäh. Ich konnte meinen fehlenden Appetit genauso wie Fáti auf den vorherigen Burger schieben und war so zumindest höflicher als zu sagen, dass mir quasi nichts vom Essen schmeckt.

 

Heute Abend fahren wir noch nach Quito und werden dort auch in einer Wohnung der Familie übernachten. Jemand aus der Familie hatte am Anfang der Woche einen Unfall und liegt dort im Koma im Krankenhaus. Meine Gasteltern wollen den Jungen besuchen. Außerdem muss Rosy morgen in Quito arbeiten. Wir anderen werden währenddessen noch einige Besorgungen in der Stadt machen, ich brauche zum Beispiel noch Schuhe für meine Schuluniform.

 

Für die haben wir heute auch schon Strumpfhosen gekauft. Ich musste feststellen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Problem damit hatte zu groß zu sein. Die Schuluniformen gehen für die Mädchen nur bis Größe 40 und fallen eher in italienischen Maßstäben aus (sehr klein). Zum Glück hat es gerade eben so noch gepasst, sonst hätten wir ein echtes Problem gehabt. Ich hoffe, dass es mit den Schuhen auch reibungslos klappt, denn ich habe bekanntlich immer Probleme passende Schuhe zu finden mit meinen unterschiedlich großen Füßen.

 

Sobald die Uniform komplett ist, wird es ein lustiges Foto für euch alle geben.

 

Meine Medikamente schlagen zum Glück gut an, sodass es mir schon deutlich besser geht als Gestern. Ich muss die Antibiotika noch zu Ende nehmen, aber ich glaube mittlerweile bin ich über den Berg.

 

 

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