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Presentación de las canidatas de reina, jede Menge Geburtstage und Familientreffen

Am Montag haben wir in der Schule ein altes Fest der Inkas gefeiert. Dabei wird die Erde durch ein Symbol auf dem Boden, dass man mit Früchten legt, geehrt. Im Englischunterricht haben wir dann am Montag schon die verwendete Ananas gegessen und am Dienstag aus dem restlichen Obst Obstsalat gemacht. Die Früchte hier sind deutlich süßer als in Deutschland, da die meisten hier im Land angebaut werden.

 

Diese Schulwoche hatte nur vier Tage, da bei uns der Unterricht am Freitag ausgefallen ist, wegen einer Lehrerfortbildung. Stattdessen haben wir uns mit einigen aus der Klasse zum Barbecue getroffen. Das Essen dort war sehr lecker und wir haben viel gemeinsam gelacht. Am Freitagabend bin ich mit meiner Familie in die Stadt gefahren zu einer Veranstaltung. Hier in Ecuador gibt es genauso wie in den USA Misswahlen, die von den Menschen hoch angesehen werden. Die große Schwester einer Klassenkameradin ist in diesem Jahr Kandidatin für den Titel „Reina de Latacunga“, also soviel wie Königin von Latacunga. Am Freitag war die Vorstellung der diesjährigen sechs Kandidatinnen, die sich bei den Vorentscheiden durchgesetzt haben. Nachdem sie sich kurz vorgestellt hatten, präsentierte jede von ihnen einen kurzen klassisch ecuadorianischen Tanz in Volkstrachten. Obwohl es auf der Tribüne, auf der wir saßen wirklich sehr kalt war, hat mir die Veranstaltung gefallen. Ich bin zwar kein Fan von Misswahlen und der Übertriebenen Darstellung der Kandidatinnen, aber die Showeinlagen und die klassischen Tänze waren interessant anzusehen. Ich kann hier auf dem Blog leider keine Videos hochladen, werde aber in Kürze, welche auf Instagram posten.

 

Samstag hatte ich insgesamt drei Geburtstagsfeiern von meiner Familie. Zuerst von einer Cousine (4) und einem Cousin (5) mütterlicherseits. Dort gab es bereits zwei große Torten und jede Menge leckeres Essen. Ich habe einer meiner Tanten beim Kinderschminken geholfen, während meine Gastschwester und meine Cousine Aleja sich mit Freude ins Getümmel der Hüpfburg gestürzt haben.

 

Danach sind wir weitergefahren zum Geburtstag von einem Cousin (8) und einer Cousine (14) väterlicherseits. Dort gab es dann nochmal zwei verschiedene Kuchen und jede Menge zu Essen. Direkt anschließend wurde im selben Haus auch noch der Geburtstag einer Tante gefeiert, sodass wir erst gegen kurz nach 2 Uhr nachts nach Hause gefahren sind.

 

Alle fünf Personen hatten an dem Samstag oder in der Woche Geburtstag und es war echt verrückt mit so vielen verschiedenen Feiern.

 

Am Sonntag wurden wir dann spontan zum Mittagessen ins Haus von Freunden meiner Gasteltern eingeladen. Dort wurde ebenfalls gegrillt und das Rindfleisch war einfach köstlich, genauso wie die Schokotorte, die es zum Nachtisch gab. Nach dem Mittagessen sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben die Pferde der Familie eingesammelt und wieder zum Stall gebracht. Das Haus ist nur ein Ferienhaus der Familie und mitten im Nirgendwo in den Gebirgsausläufen des Cotopaxi. Dort gibt es nicht einmal Signal fürs Handy oder auch nur eine normale Straße. Mein Highlight des Tages war, dass ich ein bisschen reiten durfte. Ich saß zwar nur 5 Minuten auf dem Pferd und wurde ein wenig herumgeführt, aber allein das hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Zum Abendbrot gab es noch einmal dasselbe wie zum Mittagessen. Umso überraschender war also, dass mir irgendetwas ziemlich mies auf den Magen geschlagen hat. Den restlichen Abend hatte ich mit Magenkrämpfen und ähnlichem zu kämpfen und ich war froh die Rückfahrt ohne etwaige Unfälle überstanden zu haben. Ich denke das bedarf keiner weiteren Erklärung.

 

Heute geht es mir jedenfalls wieder gut, also scheine ich wirklich nur etwas Gegessenes nicht vertragen zu haben und habe mir Gott sei Dank keine Magendarmgrippe eingefangen. Heute (Montag) ist noch einmal schulfrei, weil der Unabhängigkeitstag von Guayaquil ist. In knapp zwei Wochen geht es schon auf die nächste Rotaryreise an den Strand und ich freue mich darauf alle anderen Austauschschüler wiederzusehen.

 

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