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Besuch auf der Obstplantage

Am Samstagmorgen bin ich mit meiner Gastmama zusammen einkaufen gefahren. Eigentlich wollte Fátima auch mit, aber sie war nicht rechtzeitig fertig. Sie hatte ihrer Mama gesagt, dass sie nur noch die Jacke anziehen braucht, war aber noch im Schlafanzug und hatte nicht einmal gefrühstückt. Dementsprechend hing den restlichen Tag der Haussegen etwas schief, weil mein Gastpapa auf der Seite meiner Gastschwester war und Rosy einfach mit mir losgefahren ist, weil sie sonst immer noch eine Stunde auf Fáti warten muss und dieses Mal einfach die Nase voll hatte.

 

Ich war besonders begeistert von der großen Auswahl an Obst und Gemüse in der großen Markthalle in der Innenstadt. Die Verkäufer haben einem allerlei Früchte zum Probieren in die Hand gedrückt, damit man sich von der Qualität der Früchte überzeugen kann. Wir haben uns zu meiner Freude ordentlich mit neuem Obst eingedeckt.

 

Den Rest des Tages habe ich größtenteils im Zimmer verbracht, da meine Gastfamilie sich ein bisschen in den Haaren hatte und ich mich auf keinen Fall einmischen wollte oder Partei beziehen wollte.

 

Am Samstag habe ich erst zusammen mit meiner Gastmama das Mittagessen vorbereitet. Ich habe Lasagne gemacht, die mir tatsächlich gut gelungen ist, trotz der mangelnden Zutaten und einigem Improvisationsbedarf. Meine Gastfamilie jedenfalls war überzeugt und selbst Fáti war zufrieden, die bekanntlich eine Prinzessin auf der Erbse ist. Meine Gastmama hat dazu etwas Salat geschnitten. Ich glaube das war bis jetzt eines der besten Mittagessen was ich hier hatte.

 

Danach sind wir zu einem Bekannten auf die Obstplantage in Ambato gefahren. Ambato ist hier in Ecuador als Stadt der Früchte und Rosen bekannt, da der fruchtbare Boden dort viele Bauern angezogen hat und sich eine große Industrie daraus entwickelt hat. Meine Gasteltern haben sich für die Kultivierung einer bestimmten Pflanze interessiert, wenn ich das richtig verstanden haben. Wir sind jedenfalls querfeldein durch die ganze Anlage gelaufen und haben allerlei Früchte direkt vom Baum oder Busch probieren dürfen. Die Brombeeren hier sind einfach unglaublich süß im Gegensatz zu denen, die ich aus Deutschland kenne. Das ist eine speziell hier gezüchtete nationale Sorte. Des Weiteren habe ich Baumtomaten probiert, die mir vorher nicht bekannt waren, ebenso wie eine nur hier in Ecuador wachsende Pflaumen Art namens „Claudia“. Diese werden nicht exportiert und rein für den Bedarf im Inland produziert. Von dem Spazieren am Hang war ich ziemlich fertig, als wir dann endlich die Heimreise angetreten haben, denn mein Körper ist die Höhenluft einfach nicht gewohnt und ich habe seit meiner Ankunft hier nicht einmal so richtig Sport gemacht. Ich hoffe das mit der Kondition wird besser, wenn ich jetzt regelmäßig zum Schwimmen komme.

 

Wir haben danach noch kurz die Großmutter mütterlicherseits besucht, die tatsächlich jetzt schon mit dem Schmücken für Weihnachten anfängt. Sie mag alles was möglichst auffällig glitzert, leuchtet und blinkt. Man hat mich schon vorgewarnt, dass das Haus an Weihnachten wie immer sowas von überladen sein wird mit Dekoration, dass man kaum noch einen Fuß an die Erde bekommt. Ich bin gespannt wie es dann aussieht.

Morgen geht es für mich erst zum Schwimmen und dann treffe ich mich mit zwei guten Freuden, bevor es dann Mittwoch endlich auf die Reise zum Strand geht.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Bettina Schild (Dienstag, 16 Oktober 2018 21:21)

    Ich würde so gerne die Früchte auch probieren �