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Klassenausflug, YACHAY und Eröffnung der Schülerolympiade

 

 

Am Montag nach dem langen Wochenende ist mir in der Schule meine Strumpfhose gerissen. Leider gibt es keine größere Größe zu kaufen und auf die Dauer hat die eher niedrigere Qualität das leider nicht durchgehalten. Mittlerweile habe ich als Ersatz Kniestrümpfe kaufen können, die hoffentlich den Rest des Jahres halten. Am Abend bekam ich dann die endgültige Absage für einen Klassenwechsel. Man können nicht mehr mitten im Schuljahr wechseln, da die Schülerlisten bereits an das Ministerium für Bildung geschickt worden waren. Ich hatte schon gar nicht mehr mit einem positiven Ergebnis gerechnet und dementsprechend habe ich es einfach so hingenommen. Ich kann meine Freunde ja in den Pausen sehen und wir können uns am Wochenende treffen. Vom Unterricht her hätte es eh keinen Unterschied gemacht, da ich auch schon die Inhalte der höheren Klasse schon in Deutschland gelernt habe.

 

Am Dienstagabend wurden Alessandra und ich von unserem Jugenddienstleiter zum Abendessen eingeladen. Zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern waren wir in einem Imbiss und haben Sandwiches gegessen. Das war das erste Mal seit dem Treffen in meiner ersten Woche hier, dass ich mich wieder länger mit Renato unterhalten habe. Ihm ist sofort aufgefallen, dass sich mein Spanisch schon deutlich verbessert hat und dass es mir schon viel leichter fällt zu Reden und mich in das Gespräch einzubringen, da ich vorher eher zurückhaltend war. Es war schön zu hören, dass sich tatsächlich schon eine Veränderung bemerkbar gemacht hat und ich meinem Ziel wieder entspannter mit Mitmenschen umgehen zu können schon etwas nähergekommen bin. Besonders meine Freunde hier helfen mir viel dabei, weil sie mir auch zuhören, wenn ich was sage und mich ausreden lassen. Mit jedem Tag fällt es mir leichter auch mit meinen Klassenkameraden Smalltalk zu führen. Das Treffen insgesamt war sehr witzig und wir haben viel gelacht über meine und Alessandras Erfahrungen hier. Mit Renato konnten wir auch darüber reden welche Sachen wir noch etwas schwierig oder komisch finden. Es ist gut zu wissen, dass zumindest unser Rotaryclub hier vor Ort für uns da ist. Ich habe auch mein Taschengeld für den November bei dem Treffen wie immer pünktlich bekommen.

 

Am Mittwoch habe ich mir das erste Mal selbst Zöpfe geflochten. Zu meiner eigenen Überraschung hat das sogar einigermaßen gut funktioniert und sie haben den ganzen Tag gehalten. Sonst habe ich eigentlich immer einen Pferdeschwanz, da mich Haare im Gesicht einfach unfassbar nerven. Jetzt kann ich wenigstens das mal variieren, wenn ich Zeit dazu habe. In Deutschland hat meine Mama mir immer Zöpfe geflochten für den Sport oder auch morgens vor der Schule, aber jetzt bin ich auf mich allein gestellt und muss mich selbst drum kümmern. Ich habe ja noch ein paar Monate um zu Üben und wenn ich zurückkomme, kann ich sicherlich mehr als nur einen Pferdeschwanz mit meinen Haaren machen.

 

Donnerstag gab es vom vorherigen Schülerpräsidententeam Cola und Chips in der Schule ausgegeben von dem Geld, was von der Regierungsperiode noch übriggeblieben ist als Dankeschön für die Zusammenarbeit. Am Freitag dann begann die zugegebenermaßen eher mickrige Kampagne der einzigen Liste, die sich dieses Jahr auf das Amt beworben hatte. Normalerweise arten die Kampagnen der Listen jedes Jahr aus und es gibt zig Aktionen um Stimmen zu gewinnen. Durch den fehlenden Wettkampf dieses Jahr gab es das Spektakel leider nicht.

 

Am Sonntag habe ich gemeinsam mit meiner Gastschwester und einigen Klassenkameraden den Schülerumzug zu Ehren der Unabhängigkeit Latacungas besucht, an dem unsere Schule leider nicht selbst teilnimmt. Jede Schule hatte Schüler mit Trommeln, Trompeten und Xylophonen die Musik gemacht haben und die Mädchen haben in hübschen Kostümen getanzt. Das war ganz interessant anzusehen. Wir haben uns ein paar Stühle gemietet und saßen an einer gemütlichen Stelle unter einem Sonnenschirm. Der eine Dollar für meinen Sitzplatz war es mir wirklich wert, denn bei den Stehplätzen knallte die Sonne erbärmlich und es war ein einziges Gedränge. Eine meiner Cousinen hat ebenfalls teilgenommen, da sie auf eine andere Schule geht.

 

Eigentlich ist der elfte hier ein Ferientag im Gebiet Cotopaxi. Da dieser aber auf ein Sonntag gefallen ist, war eigentlich der Montag dafür schulfrei. Mit einem Teil meiner Klasse und der Abschlussklasse habe ich aber einen Ausflug zur Universitätsstadt YACHAY in der Nähe von Ibarra gemacht. Das ging nur an diesem Tag, da wir keine Schule hatten, die Universität aber geöffnet war, da der Feiertag nur für unser Gebiet gilt. Früh morgens ging es mit der obligatorischen halben Stunde Verspätung los. Wir fuhren fast fünf Stunden bis zur Universität und kamen um kurz nach halb neun dort an. Im Bus hatte ein Klassenkamerad Sandwiches für alle organisiert und zuvor Zuhause hatte ich ebenfalls gefrühstückt. Kaum waren wir dort angekommen, gab es mein drittes Frühstück für diesen Tag mit einem Sandwich, Ei und tatsächlich echten Filterkaffee. Besonders letzteres hat meine Laune deutlich angehoben, da ich bestimmt seit einem Monat keinen Kaffee mehr hier hatte und ich das Zeug echt am Morgen vermisse.

 

Danach gab es zur Einführung eine kurze Rede von einem der Mitarbeiter. Dann ging es auch schon auf Erkundungstour, für die wir in zwei Gruppen geteilt wurden. Wir besuchten den dort von Biologen angelegten botanischen Garten sowie den Garten der Gefühle, der speziell für Menschen mit Einschränkungen in der Sinneswahrnehmung gemacht wurde. Man kann dort Wasser hören, Pflanzen riechen und anfassen. Danach ging es in ein kleines Museum über die Ureinwohner Ecuadors und zum riesigen Stammbaum der Pflanzen, der noch im Aufbau ist. Der Ausblick über das Tal war echt atemberaubend. Dummerweise fing es an zu Regnen und wir mussten uns beeilen zurück zum Bus zu kommen, um weiter zur eigentlichen Universität zu fahren.

 

Gott sei Dank schwankt das Wetter hier sehr schnell und als wir nach etwa zehn Minuten dort ankamen, schien bereits wieder die Sonne. Es folgten einige sehr interessante Vorträge über die Karrieremöglichkeiten in YACHAY. Zuerst begann ein Mathematiker sehr locker und mit viel Witz zu erzählen, was Mathematiker außer Kaffeetrinken denn sonst noch so machen. Wir sprachen auch über allgemeine Kriterien, die man immer bei der Wahl des Studienganges beachten sollte. Danach gab es noch kurze Vorträge aus dem Bereichen Chemie und Physik, die auch sehr interessant waren. Da die Professoren aus Spanien und Chile kamen, war es für mich sehr anstrengend ihnen zuzuhören und zu verstehen was sie gesagt haben. Ich hatte zwar Kopfschmerzen danach, aber ich kann stolz von mir behaupten, dass ich tatsächlich alles verstanden habe und den Vorträgen gut folgen konnte. Ich fühle mich eigentlich mittlerweile sehr sicher im Spanischen und habe keinerlei Probleme mehr mit dem Verständnis im normalen Alltag. Mit meinen Freuden kann ich schon quatschen ohne weiter darüber nachzudenken.

 

Nach einem leckeren Mittagessen zusammen mit meinen Freuden, bei dem wir ausgiebig über Harry Potter diskutiert haben, besichtigten wir noch die Prototypenlabore. Diese sind sehr modern ausgestattet gewesen mit einigen verschiedenen Typen von Fräsen und 3D-Druckern von enormer Größe. Auch ein Kernspintomograph für Materialuntersuchungen gibt es dort. Das war echt beeindruckend, denn alle Studenten können gegen Gebühren alle diese Dinge für Studien und Projekte nutzen.

 

Zum Abschluss besuchten wir den Supercomputer der Universität. Dieser ist neben einem weitern in Brasilien der einzige in ganz Südamerika und seit etwas mehr als einem Jahr in Betrieb. Wir konnten das Haus indem sich die vernetzten Server befinden nur von außen betrachten, da der Computer sehr empfindlich ist und es gefährlich wäre dort mit einer ganzen Schülergruppe hereinzugehen. Der Computer ermöglicht viel größere Studien als normale Computer. Man kann ihm Unmengen an Daten zur Auswertung einflößen und erhält nach Sekunden oder Minuten bereits die Lösung. Zum Beispiel wird das zur Klimaforschung eingesetzt oder zur Populationsprognose der Malariamücken. Auch im wirtschaftlichen Bereich gibt es unzählige Einsatzmöglichkeiten.

 

Die Zeit auf dem ganzen Gelände verging wie im Flug. YACHAY ist eine gesamte Universitätsstadt mit Wohnungen für sämtliches Personal, Professoren und Studenten. Die Universität gibt es erst seit etwas mehr als fünf Jahren und steht jetzt schon mit an der Spitze ganz Ecuadors. Man merkt, dass dort unheimlich viel Geld investiert wird und sich sehr viel Mühe gegeben wird. Neben zahlreichen Sportangeboten, Clubs und medizinischer Betreuung gibt es auch psychologische Beratung und Hilfe in allen Lebenslagen oder Schwierigkeiten während des Studiums. Als Student hat das ganze natürlich seinen Preis und auch wenn die Leute dort immer betont haben, dass es eine öffentliche Universität ist, an der jeder die Möglichkeit hat zu studieren, ist das doch eher eine Universität, die der Oberschicht vorbehalten bleibt. Studieren in Ecuador ist sehr teuer und selbst auf günstigen Universitäten zahlt man locker 6000 Dollar pro Semester (pro 6 Monate), wenn man eine gute Ausbildung möchte.

 

Wir sind mit unserer Klasse danach noch an einen See gefahren, während die Abschlussklasse sich mit ihrem Bus direkt auf den Heimweg gemacht hat. Dort gab es eine Offroadstrecke an der man Quads ausleihen konnte. Ein paar aus meiner Klasse haben sich den Spaß erlaubt, während wir anderen uns hinterher über die mit Schlamm bespritzten Klamotten lustig gemacht haben. Nach einem letzten Gruppenfoto am See ging es für uns zurück nach Ibarra wo wir in einer Mall bei KFC Abendbrot gegessen habe, bevor es wieder nach Hause ging. Die Busfahrt habe ich dann größtenteils verschlafen, weil ich von dem vielen Input des Tages einfach sehr erschöpft war. Da wir sehr spät wieder in Latacunga waren, hatten wir alle am Dienstag schulfrei und konnten uns von der Reise erholen.

 

Mittwoch wurden Fáti und ich dann früher von unserem Papa aus der Schule abgeholt, da wir nach Quito gefahren sind. Mein Papa musste noch etwas im Apartment regeln, weil dieses zwischendurch für Urlauber oder Geschäftsreisende vermietet wird. In der Zeit haben meine Schwester und ich in einer großen Mall in Quito geshoppt. Wie ihr ja alle wisst ist das eins meiner liebsten Hobbies, also eigentlich habe ich nach fünf Minuten keine Lust mehr. Eigentlich wollte ich mir ein oder zwei neue Pullis kaufen, da ein paar alte von mir langsam den Geist aufgeben, aber mit den Größen hier war das ein Ding der Unmöglichkeit. Die Größe L entspricht hier einer 38. Nach XL braucht man gar nicht erst zu suchen, das gibt es in normalen Geschäften kaum. Ich habe stattdessen aber eine hübsche und warme Jacke gefunden, die sogar relativ günstig war. Ich kann also einfach ein T-Shirt anziehen und die Jacke darüber, wenn es mir an Pullis mangelt. Dann habe ich mir noch einen kleinen Snack gekauft. Das war ein süßes Gebäck aus Blätterteig mit Schokolade, überbacken mit geschmolzenen Snickers. Das war verdammt süß, aber auch verdammt lecker. Danach ging es für Fáti zum Kieferorthopäden und meine Mama haben wir dort von der Arbeit abgeholt, da sie zwischendurch in einem Büro in Quito ist. Zusammen gab es dann Hühnchen von KFC zum Abendbrot. Zum Abschluss besuchten wir noch eine Tante und ihre gesamte Familie dort. Das war zwar ganz nett, aber ich war ziemlich müde, als wir erst um kurz vor Mitternacht Zuhause waren. Zudem war ich bereits etwas angeschlagen und hatte mit einer leichten Erkältung zu kämpfen.

 

Diese hätte mich dann auch am Donnerstag fast dazu veranlasst zuhause zu bleiben. Ich habe aber die Zähne zusammengebissen, da ich nicht einmal Fieber hatte und die Müdigkeit meine Symptome einfach nur etwas verstärkt hat. Mit einer Schmerztablette ging es mir dann schon deutlich besser. Was ich nicht ganz so witzig an diesem Morgen fand, dass sich herausgestellt hatte, dass meine Schwester nicht wie versprochen meine Hausaufgaben ausgedruckt hatte, die ich bereits Dienstag fertig per Email geschickt hatte, da mein Computer nicht mit dem Drucker verbunden ist. Außerdem hat der Drucker dann am Morgen alles nur in Pink gedruckt, weil mein Gastpapa total vergessen hatte die Patronen nachzukaufen, die seit mehreren Tagen leer sind. Nicht nur bekamen wir ärger, weil wir deswegen zu spät in der Schule ankamen, sondern auch die eher uneinsichtige Kunstlehrerin hat mir ne Standpauke verpasst, weil die Bilder alle rosa waren. Das hat meine ohnehin schon schlechte Laune nicht unbedingt verbessert. Als am Abend immer noch keine Lösung in Sicht war, habe ich einen meiner Freunde gebeten das Ganze für mich auszudrucken, da ich der Lehrerin versprechen musste die Hausaufgabe am nächsten Tag mit guter Farbe noch einmal nachzureichen. Des Weiteren haben wir am Donnerstag angefangen unsere Marschformation für Sonntag zu üben, da heute die Eröffnung der diesjährigen Schulolympiade gefeiert wurde. Wie immer bei solchen Veranstaltungen wird vorher die Formation akribisch einstudiert, um sich den Zuschauern zu präsentieren. Bei der brütenden Hitze an diesem Tag hat sich mein ohnehin schon angeschlagener Kreislauf natürlich sehr darüber gefreut. Zum Glück habe ich das ganze ohne Zwischenfall über mich bringen können.

 

Am Freitagmorgen übten wir dann direkt noch einmal und nach der Pause ging es dann an die Wahlen für den Schülerpräsidenten. Das war eigentlich ein Witz, da es ja nur einen Kandidaten gab, aber alle wählten ordnungsgemäß. Man musste auf dem Wahlzettel die einzige Option ankreuzen und dann eine Unterschrift auf der Klassenliste hinterlassen. Das Spektakel dauerte mehr als eine Stunde, aber man beschwert sich nicht, wenn dafür Unterricht ausfällt. Fáti und ich wurden wieder etwas früher abgeholt, da sie noch einen Arzttermin hatte. Es ist üblich mit seinen Kindern hier zum Psychologen zu gehen, um die Intelligenz testen zu lassen und sie auf bestimmte Studienfächer zu prüfen, für die sie geeignet sind. Während meine Schwester also mit ihren Eltern beim Arzt war, verbrachte ich die Zeit mit meiner Oma und habe gemeinsam mit ihr zu Mittag gegessen. Da mein Opa unterwegs war, war das deutlich entspannter als sonst. Ich mag meine Oma, sie ist sehr nett. Sie hat mir sogar noch ein Stück Schokolade nach dem Essen zugesteckt. Sie ist schon etwas älter, aber richtig niedlich.

 

Am Abend habe ich mich zusammen mit Fáti noch mit einigen Klassenkameraden in der Stadt getroffen. Dort haben wir zusammen Pommes und Burger gegessen. Von da aus haben wir dann eine Tante besucht, weil meine Gasteltern uns erst später abholen konnten. Dort habe ich mit meiner Tante Piedad (die hier alle Tante Pipi nennen) und meinen Cousinen Dome und Aleja einen total romantischen und kitschigen Weihnachtsfilm geschaut, bis meine Mama uns dann abgeholt hat.

 

Den Samstag habe ich mit jeder Menge Hausarbeit verbracht. Beim suchen nach den Putzutensilien habe ich sogar ein verschollenes Bügeleisen inklusive Bügelbrett hier im Haus aufgetrieben. Das bedeutet zum ersten Mal konnte ich auch meine Wäsche richtig bügeln. Dafür habe ich dann erstmal wieder meine Mama angerufen, damit ich nichts ruiniere, denn meine Mama hier hat so gut wie gar keine Ahnung vom Bügeln und konnte mir nicht helfen. Dann habe ich noch meine Hausaufgaben für die kommende Woche erledigt. Meine Mama hat versucht selber die Pizza nachzumachen, die ich ihr beim letzten Mal gezeigt habe. Ich weiß nicht warum, aber der Teig ist bei ihr nicht aufgegangen und es war am Ende essbar, aber mehr auch nicht. Eigentlich kann man bei Hefeteig ja nicht viel falsch machen, wenn man keine Zutaten vergisst und die Schüssel stand zum gehen lassen auch am selben Ort wie bei mir. Ich habe keine Ahnung was bei ihr schiefgegangen ist, aber es hat die anderen beiden im Haus sehr belustigt, da meine Mama dafür bekannt ist, dass ihr nicht mal die einfachsten Rezepte gelingen. Ich war auch noch zusammen mit ihr Einkaufen, da ich für heute noch Shorts, T-Shirt und Socken gebraucht habe, sowie die Strümpfe, die meine kaputte Strumpfhose ersetzen sollen. Leider gab es das grüne T-Shirt immer noch nicht in meiner Größe, sodass ich mir für heute eines von meiner Cousine ausleihen musste, das mir glücklicherweise gerade so eben passt. Angeblich soll es die T-Shirts ab Freitag wieder geben, aber so ganz traue ich dem Ganzen noch nicht, da es schon seit mehr als einem Monat heißt, dass sie bald da sind.

 

Am Sonntagmorgen hieß es dann früh aufstehen, da wir um halb neun in der Schule sein sollten. Natürlich hatten wir wie immer Verspätung, aber das war bei eigentlich fast allen Schülern der Fall, weswegen es nicht weiter auffiel. Viele Schüler, wie Alessandra, kamen zum Beispiel gar nicht, obwohl es eine Pflichtveranstaltung war, aber es sagte niemand was dazu. Natürlich war es heute erstmal ganz schön frisch nur in T-Shirt und Shorts. Meine Gastfamilie nennt mich mittlerweile nur noch „Banana“ und heute war das Zitat des Tages von meinem Papa: „Una banana en short“ Was so viel heißt wie eine Banane in Shorts. Mit dem Namen muss ich mich jetzt wohl abfinden, denn so schnell werde ich den nicht mehr los. Die Veranstaltung an sich war sehr langweilig. Es gab ein paar Reden, das „olympische Feuer“ wurde entzündet und es gab ein Fußballspiel von Schüler gegen die Sportlehrer. Leider durften nur die Jungs mitmachen und ich musste von außen zuschauen, wie meine Klassenkameraden die Lehrer fertig gemacht haben. Ich glaube am Ende stand es 6:1, aber ich habe irgendwann nicht mehr so genau gezählt deswegen kann ich das nicht so genau sagen.

 

Jetzt bin ich wieder Zuhause und habe endlich etwas Zeit gefunden euch wieder Bericht zu erstatten, worauf einige schon sehnsüchtig gewartet haben. Liebe Grüße an alle daheim! Die nächsten Tage steht nach meinem jetzigen Wissen noch nichts weiter an. Morgen werde ich endlich wieder zum Schwimmen können, weil meine Erkältung abgeklungen ist. Ansonsten steht eine ganz normale Schulwoche an.

 

 

 

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