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Fazit nach 3 Monaten

 Der letzte Monat ging wie im Flug vorbei. Der Alltag hat mich dermaßen beschäftigt und es gab ständig was zu tun, sodass mir nicht langweilig war. Neben einigen tollen Ausflügen mit meinen Freunden, klappt es auch mit meiner Familie immer besser.

 

Ich habe zwar immer noch ständig Hunger, weil sich mein Magen nicht so recht an die ecuadorianischen Essensportionen gewöhnen mag, aber immerhin spielt meine Verdauung langsam nicht mehr verrück und ich vertrage das Essen jetzt viel besser. Was mich immer noch nervt ist, dass mein Papa immer verpeilt Sachen nachzukaufen. Ich schreibe ihm jetzt schon immer eine Einkaufsliste, wenn was alle ist und schicke ihm Selbige auch noch mal per WhatsApp, damit er es nicht vergessen kann. Manchmal klappt das, manchmal auch nicht.

 

Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass wir ständig spontan Verwandte besuchen gehen und dass wir dann sehr spät nach Hause kommen. So langsam bin ich am Ende eines normalen Tages nicht mehr ganz so erschöpft. Es strengt mich fast überhaupt nicht mehr an auf Spanisch zu Reden und auch wenn meine Sprache sicherlich noch nicht perfekt ist, so kann ich mich ohne Verständnisprobleme über Allesmögliche Quatschen.

 

Die Schule wird immer langweiliger, weil der Unterricht ziemlich lahm ist. Die meisten Sachen kenne ich schon oder wir machen einfach gar nichts. Wenn der Lehrer mal wieder den Raum verlässt, lege ich auch schon mal gerne ein Nickerchen ein. Die Pausen mit meinen Freunden machen umso mehr Spaß. Ich fühle mich wohl in meiner Gruppe und es immer witzig mit ihnen.

 

Ansonsten ist eigentlich nicht mehr so viel dazugekommen im letzten Monat. Der Alltagstrott hat sich eingestellt. Besonders das Schwimmen verschafft mir eine gute Möglichkeit Frustrationen abzubauen und gleicht mein Bewegungsdefizit im Vergleich zu Deutschland aus. Am Freitag habe ich einen Wettkampf in Riobamba und ich freue mich schon sehr darauf.

 

Ich vermisse mein Zuhause schon ein bisschen. Besonders vermisse ich die kleinen Rituale, die mir sonst immer selbstverständlich vorgekommen sind. Zum Beispiel das gemeinsame „Hör mal wer da hämmert“-schauen mit meinen Eltern am Abend und das sättigende deutsche Essen. Es mag witzig klingen, aber man merkt erst wie gut die eigene Mama kochen kann, wenn die Gastmama wirklich überhaupt keinen Plan vom Kochen hat.

 

Ich kann aber nur sagen, dass ich mich nun gut eingelebt habe und mich auf die Weihnachtszeit freue. Ich habe vor mit meiner Familie Kekse zu backen und die Adventszeit zu genießen. Alles zusammen betrachtet bin ich zufrieden hier und freue mich auf die restliche Zeit hier.

 

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