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Auf dem Weg der Besserung

 

Den Rest der Woche war ich nicht in der Schule, weil mich meine Erkältung ans Bett gefesselt hat. Den Mittwoch konnte ich den ganzen Tag Zuhause verbringen. Am Donnerstag wurde es dann etwas komplizierter, weil mein Gastpapa nach Quito gefahren ist zu einer Rosenmesse. Deswegen hat mein Gastopa mich zu meiner Tante Alex gebracht. Dort habe ich dann Mittagessen bekommen und konnte etwas Fernsehen. Ich habe einen Kindersender geschaut, weil das einfacher zu verstehen ist. Ich war ein wenig geschockt davon was Kinder sich heutzutage anschauen. Am Abend mussten wir zu einer Abschiedsfeier von einem Cousin gehen, der in Italien studieren wird. Deswegen waren wir erst um kurz vor Mitternacht zuhause. Das hat meiner Erkältung nicht gerade gutgetan. Am Freitag bin ich dann bei meinen Großeltern zum Mittagessen gewesen. Mittlerweile geht es mir aber wieder besser und ich denke, dass ich über den Berg bin, wie man so schön sagt.

 

Zusammen mit meiner Gastschwester habe ich mich am Samstagnachmittag mit ein paar Freuden in der Stadt getroffen. zuerst haben wir eine kleine Eisdiele angesteuert. Dort habe ich mir erst Mal ein großes Schokoladeneis bestellt und es riskiert den Cappuccino zu probieren. Mein Mut wurde belohnt, denn zum ersten Mal seit mehr als einem Monat bin ich den Genuss von echtem Kaffee gekommen. Daheim gibt es nämlich nur Instantkaffee ohne Koffein und ohne nur ein Gramm wirklichen Kaffee der ziemlich mies schmeckt. Dementsprechend groß war meine Freude.

 

Wir waren zu acht unterwegs und ich habe mich sehr gut mit den Anderen unterhalten können. Zusammen haben wir viel gelacht. Nach der Eisdiele sind wir noch in ein anderes Café gegangen wo ich mir direkt noch einen Cappuccino bestellt habe. Die anderen waren tatsächlich beinahe entsetzt, dass man den tatsächlich auch ohne Zucker trinken kann.

 

Ich bin zwar immer noch nicht ganz wieder fit, aber an diesem Tag hatte ich trotzdem echt viel Spaß. Mit einigen habe ich Handynummern ausgetauscht und ich werde mich sicherlich noch öfter mit einigen in der Stadt treffen.

 

Morgen werden wir endlich einen Föhn kaufen gehen. Heute Nachmittag werde ich Apfel-Pfannekuchen machen, um meiner Familie einen kleinen Einblick in die deutsche Esskultur zu geben. Ich bin gespannt wie es ihnen schmeckt.

 

 

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